Monat: August 2020

„Maaßen: „Herrschaft der Moral“ untergräbt Rechtsstaat“ – ein Artikel der Jungen Freiheit vom 13.08.2020

Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat vor einer Aufweichung des Rechtsstaats zu Gunsten eines moralischen Verbotssystems gewarnt. „Ich sehe mit großer Sorge, daß der Rechtsstaat – also die Herrschaft des Rechts – durch eine Herrschaft der Moral mehr und mehr untergraben wird“, sagte Maaßen in einem Interview mit der JUNGEN FREIHEIT.

„Die „Cancel Culture“ ist ein Rückfall in mittelalterliche Sitten“, von Josef Kraus (05.08.2020)

Cancel Culture“ kommt mehr und mehr in Mode. Wörtlich übersetzt heißt das: Kultur des Löschens, Annullierens, Tilgens, Ungültigmachens, Ausradierens, Ausstreichens. „Kultur“? „Un-Kultur“ wäre die passendere Bezeichnung. „Cancel Culture“ wurde jedenfalls zum Erziehungsmittel von Politik und Medien. Ein herbeigezauberter oder auch nur vager Verdacht eines Verstoßes gegen die Ge- und Verbote politischer Korrektheit genügt, und schon ist ein Buch, eine Organisation, ein Autor, ein Wissenschaftler, ein Publizist, ein Mensch also, „draußen“, weg vom Fenster. Er bzw. es findet nicht mehr statt.

„Regierung und Medien beschädigen ihre Glaubwürdigkeit“, von Arnold Vaatz (05.08.2020)

 Zunächst stelle ich klar: Ich halte die Festlegungen der Regierungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für richtig und ihre Befolgung für erforderlich. Doch dies ist nicht mehr die Kernfrage. Die Kernfrage ist, warum bei gleicher Gefahrenlage die BLM-Demonstration gegen Rassismus allgemein gelobt und toleriert und die Demonstration vom 1. August allgemein verflucht wurde. Das wichtigste Gut einer Regierung ist ihre Glaubwürdigkeit. In einer Diktatur kommt man ohne sie aus, so lange die Argumente aus den Gewehrmündungen kommen. In einer Demokratie zählt sie zu den Grundbedingungen des inneren Friedens.

„Kritik an Rassismusvorwürfen gegen die westliche Zivilisation“,von Levent Tezcan (28.07.2020)

Der Soziologe Levent Tezcan lehrt an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. In einem heute erschienenen Aufsatz kritisiert er die Maßlosigkeit und Irrationalität antirassistischer Diskurse. Die westliche Zivilisation habe als erste in der Geschichte der Menschheit den Schwachen eine Stimme gegeben. Nichtwestliche Kulturen hätten nichts Vergleichbares hervorgebracht und würden fragwürdige Aspekte ihrer Geschichte meist ausblenden. Es sei daher absurd, wenn nichtwestliche Aktivisten unter Berufung auf ihre kulturelle Identität ausgerechnet der westlichen Zivilisation eine pauschale Neigung zum Rassismus vorwerfen würden:

„Frankfurt: Links-OB Feldmann braucht Polizeischutz vor Antifa“, von Wolfgang Hübner (26.07.2020)

Manchmal ist es besser, einfach im Urlaub zu bleiben. Das sollte sich Frankfurts linker SPD-Oberbürgermeister Peter Feldmann selbst eingestehen nach seiner Blamage bei der zweiten Party-Visite auf dem Opernplatz am späten Samstagabend. Denn sein Versuch, eine Demonstration von linksextremen „Antirassisten“ für sich zu gewinnen, scheiterte jämmerlich. Weder wollten die noch ungewöhnlich spät aktiven Antifanten mit dem Politiker in einen Dialog treten, noch wollten sie in die von ihm hochpeinlich und anschleimend angestimmten „Black Lives Matter“-Sprechchöre einstimmen. Am Ende musste Feldmann sogar unter Polizeischutz das Feld räumen – ein Debakel, über das gewiss nicht nur halb Frankfurt schadenfroh lacht.

„Tausend Kieselsteine – Dieter Nuhr und die Lawine der Macht“, von Roger Letsch (01.08.2020)

Als die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG unter dem Slogan „Gemeinsam #fürdasWissen“ dazu aufrief, „…Text‑, Bild- und Video-Statements“ einzusenden, um „…die Überzeugung für eine freie und erkenntnisgeleitete Forschung in die Gesellschaft tragen“, konnte sich wohl niemand vorstellen, welcher Shitstorm wenig später bei Twitter über die DFG hinwegfegen würde. Auslöser war ein 30 Sekunden langer Videobeitrag des Kabarettisten Dieter Nuhr. Das heißt, das Video löste die Debatte gar nicht aus, sondern nur Dieter Nuhr.

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